Ernährung bei Magen-Darm-Infekt
Bei einem Magen-Darm-Infekt ist das Wichtigste nicht das Essen, sondern das Trinken – der Ausgleich von Flüssigkeit und Salzen. Beim Essen darf man schneller wieder normal werden, als alte Regeln sagen.
Auf einen Blick
- Trinken zuerst: Flüssigkeit und Elektrolyte ersetzen.
- Leichte, fettarme Kost, sobald wieder möglich – nicht lange hungern.
- Die alte „nur Cola und Salzstangen"-Regel ist überholt.
- Bei Warnzeichen (Austrocknung, Blut, hohes Fieber) ärztlich abklären.
Ein Magen-Darm-Infekt (Gastroenteritis) ist meist viral und klingt von selbst ab. Die Hauptgefahr ist der Verlust von Flüssigkeit und Salzen, besonders bei Kindern und älteren Menschen. Darauf liegt der Fokus.
Richtig trinken
- Viel und in kleinen Schlucken: Wasser, ungesüßter Tee, Brühe.
- Elektrolyte ersetzen: bei stärkerem Durchfall sind orale Rehydratationslösungen aus der Apotheke ideal, da sie Salze und etwas Zucker im passenden Verhältnis liefern.
- Cola und Salzstangen sind kein guter Ersatz: Cola ist zu zuckerreich und salzarm. Als Notlösung eher stark verdünnt.
Wieder essen
- Sobald Appetit da ist, leichte, fettarme Kost: Zwieback, Banane, Kartoffeln, Reis, gedünstetes Gemüse, Haferschleim.
- Nicht zu lange hungern – frühes, leichtes Essen unterstützt die Erholung der Schleimhaut.
- Stark Fettiges, sehr Süßes, Alkohol und Koffein zunächst meiden; Milchprodukte testen, manche vertragen sie kurzfristig schlechter.
Wann zum Arzt
Zeichen starker Austrocknung (wenig/keine Urinausscheidung, Schwindel, eingesunkene Augen), blutiger Durchfall, hohes Fieber, anhaltendes Erbrechen oder Beschwerden über mehrere Tage gehören ärztlich abgeklärt. Bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen früher reagieren.
Quellen: Leitlinien/Empfehlungen zu akuter Gastroenteritis und Rehydratation. Allgemeine Information, kein Ersatz für ärztlichen Rat.
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Kein Ersatz für ärztlichen Rat. Dieser Text ordnet den allgemeinen Evidenzstand ein und ersetzt keine Diagnose oder Therapie. Ernährungsumstellungen bei einer Erkrankung bitte mit der behandelnden Ärztin, dem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft abstimmen – besonders bei Medikamenten.
Häufige Fragen
Sind Cola und Salzstangen gut bei Durchfall?+
Nur als Notlösung. Cola enthält zu viel Zucker und kaum die nötigen Salze und kann den Durchfall sogar verstärken, Salzstangen liefern nicht das richtige Elektrolytverhältnis. Besser sind orale Rehydratationslösungen aus der Apotheke, dazu Wasser, ungesüßter Tee und Brühe in kleinen Schlucken.
Wann darf ich nach einem Magen-Darm-Infekt wieder essen?+
Sobald wieder Appetit besteht, am besten mit leichter, fettarmer Kost wie Zwieback, Banane, Kartoffeln, Reis oder Haferschleim. Langes Hungern ist nicht nötig und eher ungünstig, weil frühes leichtes Essen die Erholung der Darmschleimhaut unterstützt. Fettiges und sehr Süßes zunächst meiden.
Wann muss ich bei Durchfall zum Arzt?+
Bei Zeichen starker Austrocknung wie wenig Urin, Schwindel oder eingesunkenen Augen, bei blutigem Durchfall, hohem Fieber, anhaltendem Erbrechen oder Beschwerden über mehrere Tage. Bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen sollte man früher ärztlichen Rat suchen, da sie schneller austrocknen.
Allgemeine Information, kein Ersatz für individuelle Diagnose oder Beratung. Quellen und Einordnung nach anerkannten Leitlinien, DGE und EFSA.