Baby & Beikost

Beikost: der Start in feste Nahrung

TR Von der Throphia-Redaktion, evidenzbasiert nach Leitlinien und DGE · aktualisiert Juni 2026

Der Beikost-Start wirft viele Fragen auf. Die gute Nachricht: Die wichtigsten Regeln sind klar – nicht zu früh, nicht zu spät, eisenreich beginnen – und ein paar Tabus muss man kennen.

Auf einen Blick

  • Start meist im 5.–7. Monat, wenn das Baby Reifezeichen zeigt.
  • Eisenreiche Beikost ist wichtig (Milch deckt Eisen nicht mehr).
  • Allergene nicht hinauszögern – frühes Anbieten kann eher schützen.
  • Tabu im 1. Jahr: Honig, Salz, Kuhmilch als Hauptgetränk, kein Zucker.

Beikost ergänzt nach und nach die Milch (Still- oder Säuglingsmilch). Sie deckt den steigenden Bedarf, besonders an Eisen, und führt ans Familienessen heran. Die folgenden Punkte sind ein Rahmen – im Detail begleiten Kinderärztin und Vorsorgeuntersuchungen.

Wann und wie starten

  • Zeitpunkt: meist zwischen Beginn des 5. und Ende des 6. Monats, nicht vor dem 5. Monat und nicht später als zu Beginn des 7. Monats. Reifezeichen: Kopf halten, Interesse am Essen, Zunge-Stoß-Reflex lässt nach.
  • Schrittweise: mit einem Brei oder weichen Stücken beginnen, neue Lebensmittel einzeln einführen.
  • Eisen betonen: Fleisch, eisenreiches Gemüse und Getreide kombinieren, gern mit einer Vitamin-C-Quelle (z. B. etwas Obst), da Milch jetzt zu wenig Eisen liefert.

Allergene und Tabus

  • Allergene früh anbieten: Lebensmittel wie Ei, gut zerkleinerte Erdnuss (z. B. als Mus) oder Fisch sollten nicht hinausgezögert werden – frühes, regelmäßiges Anbieten kann das Allergierisiko eher senken.
  • Kein Honig im 1. Jahr – Risiko für Säuglingsbotulismus.
  • Kein Salz und kein Zucker zusetzen; keine stark gewürzten oder verarbeiteten Speisen.
  • Kuhmilch nicht als Hauptgetränk im 1. Jahr (in kleinen Mengen im Brei ist sie okay).
  • Erstickungsgefahr beachten: keine harten, runden Stücke (ganze Nüsse, rohe Karottenstücke, ganze Trauben); altersgerecht zubereiten.

Quellen: „Gesund ins Leben"-/Netzwerk-Empfehlungen zur Beikost; Leitlinien zur Allergieprävention. Allgemeine Information, kein Ersatz für kinderärztliche Beratung.

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Kein Ersatz für ärztlichen Rat. Dieser Text ordnet den allgemeinen Evidenzstand ein und ersetzt keine Diagnose oder Therapie. Ernährungsumstellungen bei einer Erkrankung bitte mit der behandelnden Ärztin, dem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft abstimmen – besonders bei Medikamenten.

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Häufige Fragen

Wann soll ich mit Beikost beginnen?+

In der Regel zwischen dem Beginn des 5. und dem Ende des 6. Monats, nicht vor dem 5. Monat und möglichst nicht später als zu Beginn des 7. Monats. Wichtiger als das genaue Datum sind die Reifezeichen: Das Baby kann den Kopf halten, zeigt Interesse am Essen und der anfängliche Zungenstoß-Reflex lässt nach.

Soll ich allergene Lebensmittel wie Ei und Erdnuss hinauszögern?+

Nein. Nach heutigem Wissen ist es besser, Allergene wie Ei, gut zerkleinerte Erdnuss und Fisch nicht hinauszuzögern, sondern im Rahmen der Beikost früh und regelmäßig anzubieten. Das kann das Allergierisiko eher senken. Wichtig ist eine altersgerechte Form, damit keine Erstickungsgefahr besteht.

Welche Lebensmittel sind im ersten Jahr tabu?+

Honig wegen der Gefahr von Säuglingsbotulismus, zugesetztes Salz und Zucker sowie stark gewürzte oder verarbeitete Speisen. Kuhmilch sollte im ersten Jahr nicht als Hauptgetränk gegeben werden, in kleinen Mengen im Brei ist sie in Ordnung. Außerdem keine harten, runden Stücke wegen Erstickungsgefahr.

Allgemeine Information, kein Ersatz für individuelle Diagnose oder Beratung. Quellen und Einordnung nach anerkannten Leitlinien, DGE und EFSA.