Ernährung bei Erkrankung

Ernährung bei rheumatoider Arthritis

TR Von der Throphia-Redaktion, evidenzbasiert nach Leitlinien und DGE · aktualisiert Juni 2026

Bei entzündlichem Rheuma kann Ernährung die Behandlung sinnvoll begleiten – vor allem ein entzündungsarmes Muster mit Omega-3. Heilen kann sie nicht, aber Beschwerden mildern helfen.

Auf einen Blick

  • Mediterranes, entzündungsarmes Muster als Basis.
  • Omega-3 aus fettem Seefisch kann unterstützen.
  • Weniger rotes/verarbeitetes Fleisch, Zucker, Alkohol.
  • Ergänzt die medikamentöse Rheuma-Therapie, ersetzt sie nicht.

Die rheumatoide Arthritis ist eine entzündlich-rheumatische Autoimmunerkrankung der Gelenke. Ernährung kann die Entzündungsneigung beeinflussen und das Wohlbefinden verbessern – als Ergänzung zur ärztlichen Behandlung, nicht als Ersatz.

Was unterstützen kann

  • Omega-3-Fettsäuren: aus fettem Seefisch (Lachs, Hering, Makrele) können entzündungsfördernde Prozesse dämpfen; in einigen Studien bessern sich Beschwerden.
  • Mediterranes Muster: viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Olivenöl, Nüsse – mit günstigen Effekten auf Entzündung.
  • Weniger Arachidonsäure: sie steckt in tierischen Lebensmitteln (besonders fettem Fleisch, Innereien) und kann Entzündung fördern – rotes und verarbeitetes Fleisch daher reduzieren.
  • Gewicht und Alkohol: Übergewicht und viel Alkohol wirken ungünstig.

Realistisch bleiben

Eine „Rheuma-Diät", die die Erkrankung heilt, gibt es nicht. Strenge Fasten- oder Eliminationskonzepte sollte man nicht eigenmächtig dauerhaft machen. Manche berichten über individuelle Auslöser – das lässt sich beobachten. Hochdosierte Fischöl-Präparate gehören mit der Ärztin besprochen, auch wegen Wechselwirkungen.

Quellen: Übersichtsarbeiten zu Ernährung und rheumatoider Arthritis (Omega-3, mediterrane Kost); rheumatologische Einordnung. Allgemeine Information, kein Ersatz für ärztliche Behandlung.

Omega-3-reiche Lebensmittel

Omega-3-Fettsäuren können entzündungsfördernde Prozesse dämpfen. Gute Quellen sind fetter Seefisch sowie einige Samen und Nüsse:

LebensmittelGehalt je 100 g
Leinsamen geröstet ohne Fett 20,4 g
Chia-Samen 19,4 g
Dorschleber Konserve 14,5 g
Walnuss geröstet ohne Fett 10,3 g
Makrele geräuchert 6,2 g
Matjeshering in Öl, Präserve, abgetropft 4,9 g
Kaviar echt (Stör) 4,1 g
Matjeshering mild gesalzen, geräuchert 3,8 g

Werte je 100 g essbarer Anteil, Quelle: Bundeslebensmittelschlüssel (BLS 4.0). Automatisch aus unserer Nährwert-Datenbank.

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Kein Ersatz für ärztlichen Rat. Dieser Text ordnet den allgemeinen Evidenzstand ein und ersetzt keine Diagnose oder Therapie. Ernährungsumstellungen bei einer Erkrankung bitte mit der behandelnden Ärztin, dem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft abstimmen – besonders bei Medikamenten.

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Häufige Fragen

Kann Ernährung Rheuma heilen?+

Nein. Die rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung, die sich mit Ernährung nicht heilen lässt. Ein entzündungsarmes, mediterranes Muster mit Omega-3 kann die Beschwerden aber unterstützen und ergänzt die medikamentöse Therapie. Eine spezielle Diät, die die Erkrankung stoppt, gibt es nicht.

Hilft Fischöl bei rheumatoider Arthritis?+

Omega-3-Fettsäuren aus fettem Seefisch können entzündungsfördernde Prozesse dämpfen, und in einigen Studien bessern sich Beschwerden leicht. Fisch als Teil der Ernährung ist sinnvoll. Hochdosierte Fischöl-Präparate sollten aber mit der Ärztin besprochen werden, auch wegen möglicher Wechselwirkungen.

Welche Lebensmittel sollte ich bei Rheuma meiden?+

Empfohlen wird, rotes und verarbeitetes Fleisch sowie Innereien zu reduzieren, weil sie entzündungsfördernde Arachidonsäure enthalten, ebenso viel Zucker und Alkohol. Statt strenger Verbote ist ein insgesamt entzündungsarmes, mediterranes Muster sinnvoll. Individuelle Auslöser kann man durch Beobachten herausfinden.

Allgemeine Information, kein Ersatz für individuelle Diagnose oder Beratung. Quellen und Einordnung nach anerkannten Leitlinien, DGE und EFSA.