Ernährung bei Erkrankung

Ernährung für die Wundheilung

TR Von der Throphia-Redaktion, evidenzbasiert nach Leitlinien und DGE · aktualisiert Juni 2026

Heilung ist Arbeit für den Körper – und die braucht Baustoffe. Bei Wunden, nach Operationen oder bei chronischen Wunden zählt vor allem eines: genug Eiweiß und Energie.

Auf einen Blick

  • Eiweiß und Energie sind die wichtigsten Bausteine der Heilung.
  • Vitamin C, Zink und eine gute Allgemeinversorgung unterstützen.
  • Mangelernährung bremst die Heilung – besonders bei Älteren und chronischen Wunden.
  • Hochdosierte Präparate ohne Mangel bringen meist nichts.

Bei der Wundheilung baut der Körper neues Gewebe auf und wehrt Infektionen ab. Dafür steigt der Bedarf an Eiweiß, Energie und einigen Nährstoffen. Eine gute Versorgung kann die Heilung unterstützen, eine Unterversorgung sie verzögern.

Die wichtigsten Bausteine

  • Eiweiß: der zentrale Baustoff für neues Gewebe. Gute Quellen über den Tag verteilt: Milchprodukte, Eier, Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte.
  • Energie: genug Kalorien, damit das Eiweiß für die Heilung und nicht als Brennstoff genutzt wird – besonders wichtig, wenn der Appetit fehlt.
  • Vitamin C und Zink: am Aufbau von Bindegewebe und der Abwehr beteiligt; ein Mangel ist ungünstig.
  • Flüssigkeit und eine insgesamt vielfältige Ernährung runden das ab.

Worauf es ankommt

Der größte Hebel ist, eine Mangelernährung zu vermeiden oder auszugleichen – gerade bei älteren Menschen, nach großen Operationen oder bei chronischen Wunden (z. B. Druckgeschwüren). Dann sind oft kleine, energie- und eiweißreiche Mahlzeiten oder Trinknahrung sinnvoll. Hochdosierte Vitamin- oder Zinkpräparate bei normaler Versorgung beschleunigen die Heilung dagegen nicht und können bei Überdosierung schaden. Bei schlecht heilenden Wunden gehört die Ernährung in ein ärztlich begleitetes Gesamtkonzept.

Quellen: Empfehlungen zu Ernährung und Wundheilung/Mangelernährung; Einordnung zu Mikronährstoffen. Allgemeine Information, kein Ersatz für ärztliche Beratung.

Eiweißreiche Lebensmittel

Eiweiß ist der zentrale Baustoff für neues Gewebe. Gute Quellen, über den Tag verteilt:

LebensmittelGehalt je 100 g
Rebhuhn Fleisch, gebraten ohne Fett (Ofen) 54,4 g
Sojabohne reif, geröstet ohne Fett (Sojakerne) 38,2 g
Rind Hüfte, gekocht 36,2 g
Hartkäse mind. 30 % Fett i. Tr. 35,6 g
Kürbiskern 35,5 g
Pute Brust, ohne Haut, geschmort ohne Fett 34,1 g
Schnittkäse halbfest mind. 20 % Fett i. Tr. 33,8 g
Schaf Keule, mager, geschmort ohne Fett 33,5 g

Werte je 100 g essbarer Anteil, Quelle: Bundeslebensmittelschlüssel (BLS 4.0). Automatisch aus unserer Nährwert-Datenbank.

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Kein Ersatz für ärztlichen Rat. Dieser Text ordnet den allgemeinen Evidenzstand ein und ersetzt keine Diagnose oder Therapie. Ernährungsumstellungen bei einer Erkrankung bitte mit der behandelnden Ärztin, dem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft abstimmen – besonders bei Medikamenten.

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Häufige Fragen

Welche Ernährung fördert die Wundheilung?+

Vor allem eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß und Energie, ergänzt durch eine gute Allgemeinversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen wie Vitamin C und Zink. Gute Eiweißquellen über den Tag verteilt und genug Kalorien sind entscheidend, damit der Körper neues Gewebe aufbauen kann. Wichtig ist außerdem, genug zu trinken.

Helfen Zink- oder Vitamin-C-Präparate bei der Wundheilung?+

Nur wenn ein Mangel vorliegt, der ausgeglichen wird. Bei normaler Versorgung beschleunigen hochdosierte Zink- oder Vitamin-C-Präparate die Heilung nicht und können bei Überdosierung sogar schaden. Sinnvoller ist eine ausgewogene, eiweiß- und energiereiche Ernährung. Bei nachgewiesenem Mangel kann eine gezielte Ergänzung ärztlich erfolgen.

Warum heilt eine Wunde bei Mangelernährung schlechter?+

Weil dem Körper die Bausteine und die Energie fehlen, um neues Gewebe aufzubauen und Infektionen abzuwehren. Besonders ein Eiweiß- und Energiemangel verzögert die Heilung. Bei älteren Menschen, nach großen Operationen oder bei chronischen Wunden ist es daher wichtig, eine Mangelernährung früh zu erkennen und auszugleichen.

Allgemeine Information, kein Ersatz für individuelle Diagnose oder Beratung. Quellen und Einordnung nach anerkannten Leitlinien, DGE und EFSA.